Ellenstraße
ist die wohl älteste Straße Kempens. Sie führt von der Propsteikirche Richtung Westen bis zur Mühle. Unter Kempen.de findet sich folgende Begrifferklärung:
"Verschiedene Ableitungen sind hier möglich: Ellen wird mit dem Dialektausdruck "Grellen" in Verbindung gebracht. Das war "Mergel", den die Bauern zum Düngen der Felder benutzten. Oder es könnte die Stärke "Ellan" des früheren Ellentores (einem der vier Stadttore) damit festgehalten sein. Oder aber - und dies ist die meistvertretene Meinung - es könnte ebenso von der Bezeichnung "Eyl" herrühren, die ein wasserreiches Gelände kennzeichnete. In neuerer Zeit tauchte auch die Definition auf, nach der in der Ellenstraße Handwerker, nämlich insbesondere Schneider, gelebt haben sollen. Es wird vermutet, dass die Ellenstraße die älteste Straße der Stadt ist."[1]
Der Anteil an historischen Gebäuden ist in der Ellenstraße vergleichsweise hoch. Die nördliche Seite wird bestimmt durch eine fast durchgehend historische Zeile von Wohn- und Geschäftsbauten, die in ihrer Fassade alle die Handschrift des 19. Jh. tragen (Nr. 30 bis 40). Die meisten von ihnen verputzt; wo nicht, sind die heute anzutreffenden Verklinkerungen auf Um- und Neubauten der jüngsten Zeit zurückzuführen. Insbesondere zeichnet sich die Ellenstraße dadurch aus, dass eine Trennung der Fassaden zwischen Erdgeschoss mit Schaufenstereinbau und den darüberliegenden Geschossen hier vermieden worden ist. Auf diese Weise haben die Häuser ihren ganzheitlichen Eindruck bewahrt. Werbeanlagen passen sich dem historischen Charakter der Straße an, wenn sie aus Fassadenbeschriftungen nicht selbstleuchtender Art bzw. aus Aufsteckern in historischen Materialien bestehen.[2]
Einige Häuser der Ellenstraße wurden bei dem Bombenangriff vom 9. Februar 1945 zerstört.
Die Häuser:
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Auszüge aus Adressbüchern:
- aus dem Adressbuch für den Kreis Kempen/Rhein 1898
- aus dem Adressbuch für den Landkreis Kempen-Krefeld 1937
Bauliche Wesensmerkmale der Ellenstraße
Der Anteil an historischen Gebäuden ist in der Ellenstraße vergleichsweise hoch. Die nördliche Seite wird bestimmt durch eine fast durchgehend historische Zeile von Wohn- und Geschäftsbauten, die inihrer Fassade alle die Handschrift des 19. Jh. tragen (Nr. 30 bis 40). Die meisten von ihnen verputzt; wo nicht, sind die heute anzutreffenden Verklinkerungen auf Um- und Neubauten der jüngsten Zeit zurückzuführen. Insbesondere zeichnet sich die Ellenstraße dadurch aus, dass eine Trennung der Fassaden zwischen Erdgeschoss mit Schaufenstereinbau und den darüberliegenden Geschossen hier vermieden worden ist. Auf diese Weise haben die Häuser ihren ganzheitlichen Eindruck bewahrt.
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Blick vom Markt in die Ellenstraße um 1900/1910
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Gleicher Blickwinkel wie Bild zuvor, jedoch in den 1960ern
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...um 1900, Ecke Josefstraße
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Die Ellenstraße um die vorletzte Jahrhundert- wende
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...um 1900
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...gleiche Ansicht wie zuvor, um 1938
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Blick aus der Mülhauser- straße: 1940 ist die Ellenstraße noch unversehrt...
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Links die Häuser Nummer 19 - 21. Das Heiligen- häuschen hatte in der Gartenmauer von Haus Beckers seinen damaligen Standort
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...gleiche Ansicht 1948 mit erheblichen Bomben- schäden. Nr. 19 u. Nr. 20 wurden nach der Zertörung durch den Bombenangriff nicht wieder aufgebaut
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Das ebenfalls stark zer- störte Haus Nr. 20 wurde in den 1950ern durch einen Neubau ersetzt. Die geschäftige Ellenstraße präsentiert sich bereits wieder freundlicher
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...Blick in die Ellenstraße in den 1960er Jahren
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Die Ellenstraße aus der Vogelperspektive, etwa Mitte der 1950er Jahre
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Artikel aus der West-deutschen Zeitung 21. Mai 1982 anlässlich der Feiern zur Sanierung der Altstadt
Umgestaltung zur Fußgängerzone 1979
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Die Straßengemeinschaft Ellenstraße
Stichpunkte:
Peter Joseph Bister, als Sohn eines Landwirts 1773 an der Ellenstraße geboren[3]
Quellen:
- ↑ Textquelle: Stadt Kempen
- ↑ Satzung der Stadt Kempen für den Denkmalbereich Nr. 1 "Stadtkern Kempen mit umgebenden Wallanlagen" gemäß § 5 Denkmalschutzgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (DSchG) vom 12.April 1990
- ↑ Rheinische Post, Thema: 350 Jahre Thomaeum, 16.9.2009

