Ellenstraße 31: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Hubert Lintermanns Eintrag Adressbuch 1898.JPG|mini|links|Anzeige im Adressbuch der Stadt Kempen von 1898]]
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Laut Adressbuch für den Kreis Kempen/Rhein hatte 1898 Hubert Lintermanns im Haus Ellenstraße 31 eine Schneiderei und ein Geschäft für Herren- und Damenkonfektion.<ref>Adressbuch für den Kreis Kempen/Rhein, 1898<br>
Ursrprünglich standen an der Stelle der Ellenstraße 31 wohl mal zwei Häuser. Dies ist laut dem heutigen Eigentümer Heinz Sander noch heute deutlich im Kellergeschoss erkennbar.
* Lintermanns, Hubert, Herren- und Damenkonfektion, Anfertigung nach Maß</ref>
 
Im Adressbuch von 1937 findet man noch seine unverheiratete Tochter (?) Maria Lintermanns, die die Schneiderei fortgeführt hatte. Außerdem wohnte im Haus ihr Bruder Theo (Sekretär) und der Weber August Pothen.<ref name=Adressbuch_1937>Adressbuch für den Kreis Kempen-Krefeld, 1937
In den Adressbüchern für den Kreis Kempen/Rhein von 1898 und 1912 erscheint unter Ellenstraße 31 Hubert Lintermanns mit einer Schneiderei und einem Geschäft für Herren- und Damenkonfektion.<ref name=Adressbuecher>siehe Einträge in alten Adressbüchern</ref>
* Lintermanns, Maria, Schneiderin<br>
Laut Adressbuch von 1925 führt seine Frau Katharina nach seinem Tod zumindest die Damenschneiderei fort. Im Adressbuch von 1937 findet man noch die unverheiratete Tochter (?) Maria Lintermanns, die die Schneiderei ebenfalls fortgeführt hatte. Außerdem wohnte im Haus ihr Bruder Theo (Sekretär) und der Weber August Pothen.<ref name=Adressbuecher /> Maria und Theo starben beide 1960.<ref>Aus Unterlagen der Straßengemeinschaft:<br>
* Lintermanns, Theo, Sekretär<br>
* Pothen, August, Weber</ref> Maria und Theo starben beide 1960.<ref>Aus Unterlagen der Straßengemeinschaft:<br>
5.3.60 Kranz Sterbefall Frl. Lintermanns (Maria Lintermanns)<br>
5.3.60 Kranz Sterbefall Frl. Lintermanns (Maria Lintermanns)<br>
27.12.60 Kranz wg. Sterbefall Theo Lintermanns</ref>
27.12.60 Kranz wg. Sterbefall Theo Lintermanns</ref>
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Vor dem Krieg war im Haus außerdem das Lebensmittelgeschäft von Stelkens (wer? Josef oder Willy), die zuvor ihr Geschäft in der Ellenstraße 33 hatten. Anfang der 50er Jahre verlegte dann Gerhard Pempelfort seinen Friseursalon von der [[Ellenstraße 14]] zur Ellenstraße 31.<ref name=Erinnerungen>Aus Erinnerungen Heinen/Hermans</ref><br>
Vor dem Krieg war im Haus außerdem das Lebensmittelgeschäft von Stelkens (wer? Josef oder Willy), die zuvor ihr Geschäft in der Ellenstraße 33 hatten. Anfang der 50er Jahre verlegte dann Gerhard Pempelfort seinen Friseursalon von der [[Ellenstraße 14]] zur Ellenstraße 31.<ref name=Erinnerungen>Aus Erinnerungen Heinen/Hermans</ref><br>


Nach dem Tod von Fräulein Maria Lintermann im März 1960 kaufte Fritz Sander das Haus von Theo Lintermanns, der noch bis zu seinem Tod im Dezember desselben Jahres Wohnrecht im Haus hatte.<ref name="Fritz Sander">gem. Heinz Sander</ref> Sander wohnten zuvor auf der [[Ellenstraße 14]] im Hause Metternich, wo heute das Blumengeschäft Klatschmohn ist. Nachdem Sander im Haus einzogen, zog Gerhard Pempelfort, der zuvor schon seinen Salon in der [[Ellenstraße 33]] hatte, in den Neubau in der [[Ellenstraße 24]].<ref name="Fritz Sander" />
Nach dem Tod von Fräulein Maria Lintermann im März 1960 kaufte Fritz Sander das Haus von Theo Lintermanns, der noch bis zu seinem Tod im Dezember desselben Jahres Wohnrecht im Haus hatte.<ref name="Fritz Sander">gem. Heinz Sander</ref> Sander wohnten zuvor auf der [[Ellenstraße 14]] im Hause Metternich. Nachdem Sander im Haus einzogen, zog Gerhard Pempelfort, der zuvor schon seinen Salon auch in der [[Ellenstraße 33]] betrieb, in den Neubau in der [[Ellenstraße 24]].<ref name="Fritz Sander" />
 
Fritz Sander betrieb in dem Haus einen Malerbetrieb, den später sein Sohn Heinz übernahm und bis heute als Ein-Mann-Betrieb fortführt. Heinz wohnt mit seiner Frau Angela bis heute im elterlichen Haus.


Fritz Sander betrieb in dem Haus einen Malerbetrieb, den später sein Sohn Heinz übernahm und bis heute als Ein-Mann-Betrieb fortführt. Heinz wohnt mit seiner Frau Angela bis heute im Haus.


=====Einträge in alten Adressbüchern=====
1898:
*Lintermanns, Hubert, Herren- und Damenkonfektion, Anfertigung nach Maß
1912:
*Lintermanns, Hub., Schneiderei, Konfektion u. Manufakturw.
*Lintermanns, Theod., Bureaugeh.
1925:
*Lintermanns, Theod., Gefängnisangestellter
*Lintermanns, Kath., Wwe., Damenschneiderei
1930/31:
*Lintermanns, Kath., Wwe.
1937:
*Lintermanns, Maria, Schneiderin
*Lintermanns, Theo, Sekretär
*Pothen, August, Weber


===== Quellen: =====
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===== Quellen =====
<references />
<references />

Version vom 29. April 2015, 13:17 Uhr

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Ellenstraße 31, 2013
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Anzeige im Adressbuch der Stadt Kempen von 1898

Ursrprünglich standen an der Stelle der Ellenstraße 31 wohl mal zwei Häuser. Dies ist laut dem heutigen Eigentümer Heinz Sander noch heute deutlich im Kellergeschoss erkennbar.

In den Adressbüchern für den Kreis Kempen/Rhein von 1898 und 1912 erscheint unter Ellenstraße 31 Hubert Lintermanns mit einer Schneiderei und einem Geschäft für Herren- und Damenkonfektion.[1] Laut Adressbuch von 1925 führt seine Frau Katharina nach seinem Tod zumindest die Damenschneiderei fort. Im Adressbuch von 1937 findet man noch die unverheiratete Tochter (?) Maria Lintermanns, die die Schneiderei ebenfalls fortgeführt hatte. Außerdem wohnte im Haus ihr Bruder Theo (Sekretär) und der Weber August Pothen.[1] Maria und Theo starben beide 1960.[2] Bis dahin wohnten sie noch im elterlichen Haus.

Vor dem Krieg war im Haus außerdem das Lebensmittelgeschäft von Stelkens (wer? Josef oder Willy), die zuvor ihr Geschäft in der Ellenstraße 33 hatten. Anfang der 50er Jahre verlegte dann Gerhard Pempelfort seinen Friseursalon von der Ellenstraße 14 zur Ellenstraße 31.[3]

Nach dem Tod von Fräulein Maria Lintermann im März 1960 kaufte Fritz Sander das Haus von Theo Lintermanns, der noch bis zu seinem Tod im Dezember desselben Jahres Wohnrecht im Haus hatte.[4] Sander wohnten zuvor auf der Ellenstraße 14 im Hause Metternich. Nachdem Sander im Haus einzogen, zog Gerhard Pempelfort, der zuvor schon seinen Salon auch in der Ellenstraße 33 betrieb, in den Neubau in der Ellenstraße 24.[4]

Fritz Sander betrieb in dem Haus einen Malerbetrieb, den später sein Sohn Heinz übernahm und bis heute als Ein-Mann-Betrieb fortführt. Heinz wohnt mit seiner Frau Angela bis heute im elterlichen Haus.


Einträge in alten Adressbüchern

1898:

  • Lintermanns, Hubert, Herren- und Damenkonfektion, Anfertigung nach Maß

1912:

  • Lintermanns, Hub., Schneiderei, Konfektion u. Manufakturw.
  • Lintermanns, Theod., Bureaugeh.

1925:

  • Lintermanns, Theod., Gefängnisangestellter
  • Lintermanns, Kath., Wwe., Damenschneiderei

1930/31:

  • Lintermanns, Kath., Wwe.

1937:

  • Lintermanns, Maria, Schneiderin
  • Lintermanns, Theo, Sekretär
  • Pothen, August, Weber

Quellen
  1. 1,0 1,1 siehe Einträge in alten Adressbüchern
  2. Aus Unterlagen der Straßengemeinschaft:
    5.3.60 Kranz Sterbefall Frl. Lintermanns (Maria Lintermanns)
    27.12.60 Kranz wg. Sterbefall Theo Lintermanns
  3. Aus Erinnerungen Heinen/Hermans
  4. 4,0 4,1 gem. Heinz Sander