Ellenstraße 11: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Haus von Broich ===
=== Haus von Broich ===


In diesem Haus betrieb Franz von Broich eine Schreinerei, die sich in meiner Jugend ständig vergrößerte. An der [[Ellenstraße]] befand sich ein Möbelgeschäft. Im Anbau befand sich die Schreinerei. Im Erdgeschoss waren Maschinenraum, Beizraum und Trockenraum für Holz untergebracht. Darüber wurde in einem großen Werkraum geschreinert. Auffallend war dort eine große Presse zum Fournieren.


==== Aus den Erinnerungen von Karl Hamm: ====
:In diesem Haus betrieb Franz von Broich eine Schreinerei, die sich in meiner Jugend ständig vergrößerte. An der [[Ellenstraße]] befand sich ein Möbelgeschäft. Im Anbau befand sich die Schreinerei. Im Erdgeschoss waren Maschinenraum, Beizraum und Trockenraum für Holz untergebracht. Darüber wurde in einem großen Werkraum geschreinert. Auffallend war dort eine große Presse zum Fournieren.


Von Broich hatten schon früh einen Personenwagen, Marke Citroën, der damals noch etwas Besonderes war. Mit dem Nachbarn Fahrrad-Mechaniker Felix Metternich wurde an dem Fahrzeug gebastelt.
:Von Broich hatten schon früh einen Personenwagen, Marke Citroën, der damals noch etwas Besonderes war. Mit dem Nachbarn Fahrrad-Mechaniker Felix Metternich wurde an dem Fahrzeug gebastelt.


:Franz von Broich hatte mit seiner Ehefrau Anna, geb. Wimmer, zwei Söhne: Heinz und Willi. Heinz besuchte bis Obersekunda das Gymnasium Thomaeum, trat dann in den elterlichen Betrieb ein und wurde Schreinermeister wie sein jüngerer Bruder Willi. Der Betrieb spezialisierte sich zunächst auf Ladeneinrichtungen, später auf Wohnwagen.
:Willi verlor im Krieg einen Arm.


Franz von Broich hatte mit seiner Ehefrau Anna, geb. Wimmer, zwei Söhne: Heinz und Willi. Heinz besuchte bis Obersekunda das Gymnasium Thomaeum, trat dann in den elterlichen Betrieb ein und wurde Schreinermeister wie sein jüngerer Bruder Willi. Der Betrieb spezialisierte sich zunächst auf Ladeneinrichtungen, später auf Wohnwagen.
:Im Zuge der Stadtsanierung wurden die Werkräume und der bis zum Hessenwall reichende Garten an die Stadt verkauft. Die Schreinerei wurde aufgegeben. Den großen Ladenraum gestaltete man in mehrere kleine Läden um. Ein Gang, "von-Broich-Passage" genannt, führt heute zu den Geschäftseingängen.
 
Willi verlor im Krieg einen Arm.
 
 
Im Zuge der Stadtsanierung wurden die Werkräume und der bis zum Hessenwall reichende Garten an die Stadt verkauft. Die Schreinerei wurde aufgegeben. Den großen Ladenraum gestaltete man in mehrere kleine Läden um. Ein Gang, "von-Broich-Passage" genannt, führt heute zu den Geschäftseingängen.

Version vom 25. März 2013, 12:32 Uhr

Haus von Broich

Aus den Erinnerungen von Karl Hamm:

In diesem Haus betrieb Franz von Broich eine Schreinerei, die sich in meiner Jugend ständig vergrößerte. An der Ellenstraße befand sich ein Möbelgeschäft. Im Anbau befand sich die Schreinerei. Im Erdgeschoss waren Maschinenraum, Beizraum und Trockenraum für Holz untergebracht. Darüber wurde in einem großen Werkraum geschreinert. Auffallend war dort eine große Presse zum Fournieren.
Von Broich hatten schon früh einen Personenwagen, Marke Citroën, der damals noch etwas Besonderes war. Mit dem Nachbarn Fahrrad-Mechaniker Felix Metternich wurde an dem Fahrzeug gebastelt.
Franz von Broich hatte mit seiner Ehefrau Anna, geb. Wimmer, zwei Söhne: Heinz und Willi. Heinz besuchte bis Obersekunda das Gymnasium Thomaeum, trat dann in den elterlichen Betrieb ein und wurde Schreinermeister wie sein jüngerer Bruder Willi. Der Betrieb spezialisierte sich zunächst auf Ladeneinrichtungen, später auf Wohnwagen.
Willi verlor im Krieg einen Arm.
Im Zuge der Stadtsanierung wurden die Werkräume und der bis zum Hessenwall reichende Garten an die Stadt verkauft. Die Schreinerei wurde aufgegeben. Den großen Ladenraum gestaltete man in mehrere kleine Läden um. Ein Gang, "von-Broich-Passage" genannt, führt heute zu den Geschäftseingängen.