Judenstraße 24: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Judenstr Fahrrad Claassen 1969.jpg|300px|rechts|thumb|1969: Fahrradgeschäft Claassen in der Judenstraße/Ecke Bockengasse]]
[[Datei:Judenstr Fahrrad Claassen 1969.jpg|300px|rechts|thumb|1969: Fahrradgeschäft Claassen in der Judenstraße/Ecke Bockengasse]]Im Mai 1927 eröffnete Josef Claaßen (*2.1.1900 +25.8.1997)<ref>[[File:Totenzettel Claaßen Josef 1997.jpg|100px]]</ref> hier sein Einzelhandelsgeschäft für Haushaltsbedarf. Ursprünglich aus Kalkar (genauer aus Altkalkar) kam er nach Kempen, weil er das Angebot hatte, in dem Ladenlokal das Geschäft zu eröffnen. Auch Fahrräder waren bei dem gelernten Schlosser schon dabei, damals aber noch als Zusatzsortiment. Dieter Persson schreibt in seinen Erinnerungen aus den Fünfziger Jahren: "Während wir spielten, kam nach einiger Zeit Herr Claaßen vorbei, der Schlossermeister von der Judenstraße. Er war uns gut bekannt in seiner blauen Jacke, Manchesterhose, schwarzen Schirmmütze und ein nicht ausgehendes Pfeifchen im Mund. Aber er hatte mit uns Kindern nichts im Sinn und würdigte uns auch keines Blickes."<ref>Persson, Dieter, Kempen Ende der 50er Jahre - Aus der Sicht eines Kindes der Innenstadt, Krefeld, 1990, S. 55</ref>
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In den Einwohneradressbüchern erscheint Josef Claaßen erstmals 1930/31 mit dem Zusatz ''Schlosser'' unter der Adresse Judenstraße 24. 1937 findet man dann den Eintrag ''Claaßen, Jos., Schlosserei, Haus- und Küchengeräte, Hindenburgstr. 24''. Seine Frau Maria, genannt Mia, geb. Krieger aus Beckum/Ostwestfalen ist geboren am 3.3.1905; sie starb am  22. Oktober 1993.<ref>[[File:Totenzettel Claaßen Maria 1993.jpg|100px]]</ref>
Das Geschäft führte später sein Sohn Heinz (*26.2.1939) gemeinsam mit seiner Frau Mathilde (*24.10.1943 +28.8.2014). Die Schlosserei verlegte er auf die Heilig-Geist-Straße 21. Im Rahmen der Stadtsanierung verlegte er dann die Schlosserei auf die von-Galen-Straße (heute Markus Stosiak). Viele Jahre organisierte Heinz Claaßen als zweiter Vorsitzender des Radsportclubs 1922 Kempen e. V. - später mit Unterstützung seiner Tochter Anne - das weit über die Grenzen Kempens hinaus bekannte Radrennen "Rund um die Burg", das schnellste Straßenrennen Deutschlands. Er verstarb am 27, Juni 2023 im Alter von 84 Jahren.
 
Bereits 2002 hatte Markus Claaßen, der Enkel des Gründers, die Geschicke des Rad- und Jagdsport-Fachgeschäftes übernommen.<ref name="KK">Geub, Uli, Alles begann mit Töpfen, Fahrrädern und Herden, in: [http://www.kempenkompakt.de/download/2017/kk_03_2017.pdf Kempen-Kompakt, März 2017], S. 10</ref>
 
Eine umfassende Darstellung zur Geschichte der Firma Claaßen mit schönen, alten Bildern und einem Interview mit dem heutigen Firmeninhaber findet man in der Ausgabe 3/2017 von Kempen-Kompakt<ref name="KK" /> und alles Weitere unter http://www.radsport-claassen.de/.
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Das Bild rechts zeigt das Geschäft an der Judenstraße/Ecke Bockengasse im Jahr 1969, das kleine Bild links die Rückseite vom Kirchplatz aus (Jahr?). Markus Claaßen hat das Geschäft heute umfassend renoviert und auch auf die Nachbarhäuser [[Judenstraße 22]] und [[Judenstraße 23|23]] ausgedehnt.
 
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===== 90 Jahre Fahrrad Claassen =====
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Bereits seit 90 Jahren und in der 3. Generation gibt es Fahrrad Claassen in der Altstadt von Kempen mit inzwischen wesentlich erweiterten Verkaufsräumen als auch mit eigener Werkstatt. Trekking-, Mountain,- Touren- und Elektro-Bikes sowie eine gute Auswahl an Kinderrädern, Rollern und Dreirädern, das alles ist unter einem Dach auf der Judenstraße 24 zu finden. Dazu gibt’s noch eine große Menge an Zubehör rund ums Bike. In den Vordergrund aber stellt Inhaber Markus Claassen die Kundenberatung, denn ohne die ist alles nichts. Schließlich muss das neue Rad zum Besitzer passen wie ein Maßanzug. Der Werbering Kempen gratuliert Markus Claassen, der gleichzeitig 2. Vorsitzender im Werbering ist, recht herzlich und wünscht ihm und seinen Kunden stets Rückenwind.
 
Link: http://www.werbering-kempen.de/radsport-claassen.html<ref>Werbering Kempen, Das Schaufenster des Monats, im Oktober 2017</ref>
 
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Text aus Kempen-Kompakt:
Fast die Hälfte der Zeit, in der es Fahrräder gibt, begleiten wir den Markt mit unserem Geschäft“, bilanziert Markus Claaßen. In diesem Jahr feiert das Fahrrad, das 1817 von Karl Freiherr von Drais erfunden wurde, sein 200. Jubiläum. Das Kempener Radsport-Geschäft kommt immerhin schon auf stolze 90 Jahre. Begonnen hatte die Claassen-Firmengeschichte am 1. Oktober 1927 auf der Judenstraße 24. Josef Claaßen (Jahrgang 1900), der Großvater des heutige Firmeninhabers, ein gelernter Schlosser, eröffnete ein kleines Geschäft für Töpfe, Herde und eben Fahrräder.
Genauer gesagt mit seiner Frau Maria, die seit der Eröffnung ebenfalls ein Gesicht des Ladens wurde. Parallel dazu existierte bis 2002 eine eigene Schlosserei, die zunächst an der Heilig-Geist-Straße und später an der Van-Galen-Straße firmierte.
Zweieinhalb Jahre nach Eröffnung des Geschäfts bekam Josef Claaßen am 10. April 1930 den Meisterbrief im Schlosserhandwerk verliehen. Fortan bildete der Handwerksmeister auch Lehrlinge aus – was der Betrieb bis heute erfolgreich macht. Alle drei Generationen, die seitdem die Geschicke des renommierten Fachgeschäftes leiteten, stehen übrigens für meisterliches Handwerk. Auch Josefs Sohn Heinz, der in den 1960er-Jahren ins Geschäft einstieg, durfte sich am 2. März 1964 Maschinenbaumechanikermeister nennen. Enkel Markus, der bis heute hinter der Ladentheke und in der Werkstatt steht, ist ebenfalls Handwerksmeister. Markus bekam die Urkunde zum Feinwerkmechaniker und Zweiradmechanikermeister am 3. September 1999 verliehen.
Noch etwas vereint die Firmendynastie. Alle drei, Josef, Heinz und Markus Claaßen, waren und sind alle begeisterte Fahrradfahrer, was zu Opa Jupps Zeiten noch etwas Besonderes war. Heinz Claaßen war viele Jahre zudem das Gesicht des Kempener Radsports und Mitorganistor des weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Radklassikers „Rund um die Burg“.
Mit der Übernahme im Jahr 2002 setzte Markus Claaßen neue Ideen um und auf Expansion. Er baute das Radsport-Fachgeschäft weiter aus, 2003 wurde die erste Erweiterung vollzogen. Die Geschäftsräume wurden auf den direkten Anbau Judenstraße 23 ausgedehnt. Vor vier Jahren erweiterte Claaßen dann noch einmal seine Räumlichkeiten um mehr als 130 m² Ausstellungsfläche bis zur Judenstraße 22. „Wir haben neben zahlreichen renommierten
Fahrradmarken auch viel Zubehör im Angebot. Mehr als 8.000 Produkte, mit dem Fein- und onderzubehör wie Schrauben etc., sind es sogar 15.000 Produkte“, so Markus Claaßen. Zudem gehört seit Opas-Zeiten auch der Jagdsport zum Angebotsportfolio des Kempener Traditionsbetriebes.
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Aktuelle Version vom 31. Dezember 2023, 09:54 Uhr

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1969: Fahrradgeschäft Claassen in der Judenstraße/Ecke Bockengasse

Im Mai 1927 eröffnete Josef Claaßen (*2.1.1900 +25.8.1997)[1] hier sein Einzelhandelsgeschäft für Haushaltsbedarf. Ursprünglich aus Kalkar (genauer aus Altkalkar) kam er nach Kempen, weil er das Angebot hatte, in dem Ladenlokal das Geschäft zu eröffnen. Auch Fahrräder waren bei dem gelernten Schlosser schon dabei, damals aber noch als Zusatzsortiment. Dieter Persson schreibt in seinen Erinnerungen aus den Fünfziger Jahren: "Während wir spielten, kam nach einiger Zeit Herr Claaßen vorbei, der Schlossermeister von der Judenstraße. Er war uns gut bekannt in seiner blauen Jacke, Manchesterhose, schwarzen Schirmmütze und ein nicht ausgehendes Pfeifchen im Mund. Aber er hatte mit uns Kindern nichts im Sinn und würdigte uns auch keines Blickes."[2]

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Josef Claaßen
Heinz Claaßen

In den Einwohneradressbüchern erscheint Josef Claaßen erstmals 1930/31 mit dem Zusatz Schlosser unter der Adresse Judenstraße 24. 1937 findet man dann den Eintrag Claaßen, Jos., Schlosserei, Haus- und Küchengeräte, Hindenburgstr. 24. Seine Frau Maria, genannt Mia, geb. Krieger aus Beckum/Ostwestfalen ist geboren am 3.3.1905; sie starb am 22. Oktober 1993.[3] Das Geschäft führte später sein Sohn Heinz (*26.2.1939) gemeinsam mit seiner Frau Mathilde (*24.10.1943 +28.8.2014). Die Schlosserei verlegte er auf die Heilig-Geist-Straße 21. Im Rahmen der Stadtsanierung verlegte er dann die Schlosserei auf die von-Galen-Straße (heute Markus Stosiak). Viele Jahre organisierte Heinz Claaßen als zweiter Vorsitzender des Radsportclubs 1922 Kempen e. V. - später mit Unterstützung seiner Tochter Anne - das weit über die Grenzen Kempens hinaus bekannte Radrennen "Rund um die Burg", das schnellste Straßenrennen Deutschlands. Er verstarb am 27, Juni 2023 im Alter von 84 Jahren.

Bereits 2002 hatte Markus Claaßen, der Enkel des Gründers, die Geschicke des Rad- und Jagdsport-Fachgeschäftes übernommen.[4]

Eine umfassende Darstellung zur Geschichte der Firma Claaßen mit schönen, alten Bildern und einem Interview mit dem heutigen Firmeninhaber findet man in der Ausgabe 3/2017 von Kempen-Kompakt[4] und alles Weitere unter http://www.radsport-claassen.de/.

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Das Bild rechts zeigt das Geschäft an der Judenstraße/Ecke Bockengasse im Jahr 1969, das kleine Bild links die Rückseite vom Kirchplatz aus (Jahr?). Markus Claaßen hat das Geschäft heute umfassend renoviert und auch auf die Nachbarhäuser Judenstraße 22 und 23 ausgedehnt.


90 Jahre Fahrrad Claassen
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Du bist aus Kempen, wenn ..., heißt es auf Facebook. Blick in die Bockengasse
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Bereits seit 90 Jahren und in der 3. Generation gibt es Fahrrad Claassen in der Altstadt von Kempen mit inzwischen wesentlich erweiterten Verkaufsräumen als auch mit eigener Werkstatt. Trekking-, Mountain,- Touren- und Elektro-Bikes sowie eine gute Auswahl an Kinderrädern, Rollern und Dreirädern, das alles ist unter einem Dach auf der Judenstraße 24 zu finden. Dazu gibt’s noch eine große Menge an Zubehör rund ums Bike. In den Vordergrund aber stellt Inhaber Markus Claassen die Kundenberatung, denn ohne die ist alles nichts. Schließlich muss das neue Rad zum Besitzer passen wie ein Maßanzug. Der Werbering Kempen gratuliert Markus Claassen, der gleichzeitig 2. Vorsitzender im Werbering ist, recht herzlich und wünscht ihm und seinen Kunden stets Rückenwind.

Link: http://www.werbering-kempen.de/radsport-claassen.html[5]



Quellen:

  1. Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt
  2. Persson, Dieter, Kempen Ende der 50er Jahre - Aus der Sicht eines Kindes der Innenstadt, Krefeld, 1990, S. 55
  3. Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt
  4. 4,0 4,1 Geub, Uli, Alles begann mit Töpfen, Fahrrädern und Herden, in: Kempen-Kompakt, März 2017, S. 10
  5. Werbering Kempen, Das Schaufenster des Monats, im Oktober 2017