Umstraße 20: Unterschied zwischen den Versionen
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In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in ganz Deutschland die Synagogen, auch das Gotteshaus der Kempener Jüdinnen und Juden ging am Morgen des 10. November in Flammen auf. Den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern wurde grundlos Gewalt angetan, die Männer zusammengetrieben und gefangen genommen, die Wohnungen und Geschäfte zerstört und verwüstet. Diese Taten stellten eine neue Form der Gewaltmaßnahmen des nationalsozialistischen Regimes gegen das jüdische Volk in Deutschland und Österreich dar und gelten als Vorstufe zum wenige Jahre später beginnenden Holocaust. | In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in ganz Deutschland die Synagogen, auch das Gotteshaus der Kempener Jüdinnen und Juden ging am Morgen des 10. November in Flammen auf. Den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern wurde grundlos Gewalt angetan, die Männer zusammengetrieben und gefangen genommen, die Wohnungen und Geschäfte zerstört und verwüstet. Diese Taten stellten eine neue Form der Gewaltmaßnahmen des nationalsozialistischen Regimes gegen das jüdische Volk in Deutschland und Österreich dar und gelten als Vorstufe zum wenige Jahre später beginnenden Holocaust. | ||
Die Synagoge befand sich auf der Umstraße 20 hinter dem Quartelnmarkt. Vor der Synagoge war ein Garten und dahinter ein Schulhof. Der gesamte Bereich grenzte an der Hinterseite zum Donkwall. | Die am Morgen des 10.November in Brand gesetzte Synagoge befand sich auf der Umstraße 20 hinter dem Quartelnmarkt. Vor der Synagoge war ein Garten und dahinter ein Schulhof. Der gesamte Bereich grenzte an der Hinterseite zum Donkwall. Durch die neue Nummerierung (Wegfall der Häuser Parkplatz Ecke Rabenstraße) ist der Platz der Synagoge heute in Höhe der Umstraße 11 einzustufen. | ||
Version vom 11. November 2023, 17:47 Uhr
Ehemalige jüdische Synagoge
Eintrag im Adressbuch von 1898:
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in ganz Deutschland die Synagogen, auch das Gotteshaus der Kempener Jüdinnen und Juden ging am Morgen des 10. November in Flammen auf. Den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern wurde grundlos Gewalt angetan, die Männer zusammengetrieben und gefangen genommen, die Wohnungen und Geschäfte zerstört und verwüstet. Diese Taten stellten eine neue Form der Gewaltmaßnahmen des nationalsozialistischen Regimes gegen das jüdische Volk in Deutschland und Österreich dar und gelten als Vorstufe zum wenige Jahre später beginnenden Holocaust.
Die am Morgen des 10.November in Brand gesetzte Synagoge befand sich auf der Umstraße 20 hinter dem Quartelnmarkt. Vor der Synagoge war ein Garten und dahinter ein Schulhof. Der gesamte Bereich grenzte an der Hinterseite zum Donkwall. Durch die neue Nummerierung (Wegfall der Häuser Parkplatz Ecke Rabenstraße) ist der Platz der Synagoge heute in Höhe der Umstraße 11 einzustufen.