Ellenstraße 8: Unterschied zwischen den Versionen
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Zu Ende des 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts war dort die Bäckerei und Gastwirtschaft ''Spöskes''.<ref> | Zu Ende des 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts war dort die Bäckerei und Gastwirtschaft ''Spöskes''. Hermann Spöskes hatte die Firma um 1870 gegründet. Seine Tochter Gertrud (Traudchen) heiratete 1922 Heinrich Hermans, und aus der Bäckerei Spöskes wurde die bekannte Bäckerei Hermans.<ref>Adressbuch für den Kreis Kempen/Rhein, 1898: | ||
* Spöskes, Hermann, Bäcker und Wirth</ref> | * Spöskes, Hermann, Bäcker und Wirth | ||
<ref name=Hermans>Aus Erinnerungen von Karl-Heinz Hermans</ref> | |||
Adressbuch für den Kreis Kempen-Krefeld, 1937: | |||
* Hermanns, Heinrich, Bäckerei, Wirtschaft<br> | |||
* Sohl, Johannes, Bäcker</ref><ref name=Hermans>Aus Erinnerungen von Karl-Heinz Hermans</ref> Heinrich und Gertrud Hermans hatten zwei Kinder: Berti und Karl-Heinz. Karl-Heinz lernte bei seinem Vater von Grund auf das Bäckerhandwerk und übernahm 1958 mit seiner Frau Resi, geb. Neeten, den elterlichen Betrieb. Die Gastwirtschaft hat er aber nur noch wenige Jahre fortgeführt.<ref name=Hermans /> Noch bis zum 31.12.1989, drei Monate nach seiner Wahl zum Kempener Bürgermeister, führte [[Karl-Heinz Hermans]] die Bäckerei und belieferte die Bürger Kempens mit Backwaren aller Art. Die Qualität seiner Brötchen ist bis heute in Kempen unerreicht. | |||
Nach einem umfangreichen Umbau wurde das Ladenlokal 1990 an Uschi Siegers vermietet, die mit ihrem Miederwarengeschäft von der Ellenstraße 5 ein paar Häuser weiter zog. Als sich Uschi Siegers zur Ruhe setzte, übergab sie das Geschäft an Claudia Nolden, geb. Schommers, die wenige Häuser weiter auf der Ellenstraße geboren ist. Ende 2012 zug Claudia Nolden mit ihrem Geschäft zur Judenstraße. Nach weiteren Renovierungs- und Umbauarbeiten betreibt Jennifer May seit dem 1. Februar 2013 im Haus einen Friseursalon. | Nach einem umfangreichen Umbau wurde das Ladenlokal 1990 an Uschi Siegers vermietet, die mit ihrem Miederwarengeschäft von der Ellenstraße 5 ein paar Häuser weiter zog. Als sich Uschi Siegers zur Ruhe setzte, übergab sie das Geschäft an Claudia Nolden, geb. Schommers, die wenige Häuser weiter auf der Ellenstraße geboren ist. Ende 2012 zug Claudia Nolden mit ihrem Geschäft zur Judenstraße. Nach weiteren Renovierungs- und Umbauarbeiten betreibt Jennifer May seit dem 1. Februar 2013 im Haus einen Friseursalon. | ||
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Version vom 8. Juni 2013, 17:44 Uhr
Haus Spöskes/Hermans
Das Haus liegt an der Ecke Ellenstraße/frühere Josefstraße. Vor dem Haus lag früher ein breiter Bürgersteig (Trottoir), auf dem die Kinder spielten.
Zu Ende des 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts war dort die Bäckerei und Gastwirtschaft Spöskes. Hermann Spöskes hatte die Firma um 1870 gegründet. Seine Tochter Gertrud (Traudchen) heiratete 1922 Heinrich Hermans, und aus der Bäckerei Spöskes wurde die bekannte Bäckerei Hermans.[1][2] Heinrich und Gertrud Hermans hatten zwei Kinder: Berti und Karl-Heinz. Karl-Heinz lernte bei seinem Vater von Grund auf das Bäckerhandwerk und übernahm 1958 mit seiner Frau Resi, geb. Neeten, den elterlichen Betrieb. Die Gastwirtschaft hat er aber nur noch wenige Jahre fortgeführt.[2] Noch bis zum 31.12.1989, drei Monate nach seiner Wahl zum Kempener Bürgermeister, führte Karl-Heinz Hermans die Bäckerei und belieferte die Bürger Kempens mit Backwaren aller Art. Die Qualität seiner Brötchen ist bis heute in Kempen unerreicht.
Nach einem umfangreichen Umbau wurde das Ladenlokal 1990 an Uschi Siegers vermietet, die mit ihrem Miederwarengeschäft von der Ellenstraße 5 ein paar Häuser weiter zog. Als sich Uschi Siegers zur Ruhe setzte, übergab sie das Geschäft an Claudia Nolden, geb. Schommers, die wenige Häuser weiter auf der Ellenstraße geboren ist. Ende 2012 zug Claudia Nolden mit ihrem Geschäft zur Judenstraße. Nach weiteren Renovierungs- und Umbauarbeiten betreibt Jennifer May seit dem 1. Februar 2013 im Haus einen Friseursalon.
Erwähnenswert ist noch die alte Gemeinschaftspumpe vor dem Haus, die lange verschwunden war. Anlässlich der Vollendung seines 70. Lebensjahres organisierte Karl-Heinz Hermans eine Spendenaktion zur Wiederherstellung der Pumpe, die heute wieder zum Schmucke der Ellenstraße voll funktionsfähig in alter Form an alter Stelle steht.
Quellen:
Aus den Erinnerungen von Karl Hamm:
- Das Haus liegt an der Ecke Ellenstraße/frühere Josefstraße. Vor dem Haus lag früher ein breiter Bürgersteig (Trottoir), auf dem wir Kinder spielten. (Siehe Gedicht!)
- In meiner Jugend war dort die Bäckerei Spöskes. Heinrich Hermans heiratete die Tochter des Hauses Traudchen, und aus der Bäckerei Spöskes wurde die bekannte Bäckerei Hermans. Nach Heinrich Hermans führte Sohn Karl-Heinz die Bäckerei weiter und belieferte die Bürger Kempens mit Backwaren aller Art.
- ===== Kengerspiele =====
- Ek gon spiele, hoppla hopp
- doe freut dä Jong sech emmer drop!
- 'Doppschlage' es an de Tiet,
- dat Trottoir, dat es niet wiet.
- Ene "Heymanns Routesprenger" häb ik hei,
- on en Pitsch es ok doebei.
- Dann is "Riepeschlage" dran:
- Met ene Steck drievt man den Bendel aan.
- Loope moß man hengerher
- dur de Stroete kreuz on quer.
- "Kölsche" woer ok emmer toll.
- "Balle" diene die Mädjes geer
- an de Muer bei schüen Weer.
- Armke, Rückske, Köpke, Knie,
- dat geng dech emmer wie noch nie.
- Üverall sech jau verstecke,
- luere an de Hüserecke,
- Räuber on Gendarn dur Stadt on Lonk,
- die fresche Loet woer oek gesonk.
- Wat woer spiele schüen en fröhere Tied!
- Ob van Dag noch sue? Ek wet et niet.