Markt 3: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 30. November 2013, 16:13 Uhr
Das stattliche Gebäude Markt 3 wurde von dem Kaufmann Isaak Kounen errichtet, der am 30. September 1810 als Sohn des Geldwechslers Salomon Kounen an der Ellenstraße geboren worden war, 1886 starb und wohl die bedeutendste jüdische Persönlichkeit im Kempen des 19. Jahrhunderts darstellt.
Vormals hatte das Haus die Adresse Peterstraße 1. Die Hausnummer "Markt 3" war zuvor das Eckhaus gegenüber, das heute - zusammen mit dem Nebenhaus - die Nr. Markt 2 trägt.
Zu Beginn des 20. Jh. war es ein geselliges Haus, von den Gastwirten Lingen und Jepkens als "Gasthof Lingen", später als "Restauration Paradies" geführt. Als Wirtschaft und Konolialwaren führte Adolf Jepkens sein Geschäft zuvor in der Engerstraße 54.
Ende 1949 eröffneten die Eheleute Karl und Ursula Niermann hier ihr Bekleidungsgeschäft, da das erste Geschäft, 1945 auf der Peterstraße 14 als Hutladen gegründet, für das hinzu gekommene Sortiment an Wäsche, Mäntel und Anzüge nicht mehr ausreichte.
2008 - nach 64 Jahren - schließt "Niermann am Markt“ und Klaus Niermann, der das Geschäft 30 Jahre lang in der zweiten Generation geführt hatte, zieht sich aus dem Geschäftsleben zurück.
Heute verkauft die Firma "Möller" klassische bis sportliche Mode für Sie und Ihn an dieser Stelle.
Adressbuch Kempen 1898 für Peterstraße 1:
- Lingen Ludwig, Wirt und Kleinh.
- Hubberten Wilhelm, Anstreicher
Adressbuch Kempen 1937 für Peterstraße 1:
- Lingen Johanna, Kolonialwaren
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Vor dem ersten Weltkrieg hatte hier das Gasthaus "Paradies", mit der Adresse Peterstraße 1, sein Domizil
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Später übernahm der Gastwirt Jepkens das Lokal. Hier ein Fotoaus- schnitt aus den 1940ern
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Foto aus den 1950ern mit dem Herrenmoden- geschäft "Niermann am Markt 2"
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Das Geschäft, und damit das Haus, avancierte zur "Marke" Niermann am Markt. Seither wurde das Haus etliche mal renoviert und umgestaltet
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Ende 1950 entstand der Anbau mit den Schaufen- ster-Arkaden, die die Kem- pener wohltuend an ihr altes Rathaus erinnern. Und so steht es noch heute in direkter Nachbar- schaft zur Propsteikirche
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Karl Niermann zog sich 2008 in den Ruhestand zurück. Auf dem Foto von 1968 ist er als Karnevalist dabei (re)
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Ausschnitt eines Zeitungsfotos der Rheinischen Post vom 20.12.08: "Niermann nimmt den Hut"
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